Rösler will mit schlichter Kostendämpfung Milliarden sparenDie niedergelassenen Fach- und Hausärzte können in den nächsten zwei Jahren nicht mit einer Verbesserung ihrer Honorarsituation rechnen.Mit einem neuen Finanzierungsgesetz will Bundes-gesundheitsminister Philipp Rösler im kommenden Jahr 3,5 Milliarden Euro und in 2012 vier Milliarden Euro einsparen. Nach einem jetzt vorgelegten Diskussionsentwurf für das GKV-Finanzierungsgesetz wird die morbiditäts-bedingte Gesamtvergütung (MGV) strikt budgetiert. Insgesamt darf die morbiditätsbedingte Gesamt-vergütung im Jahr 2011 nur um 0,75 Prozent im Vergleich zu 2010 steigen. Die geltenden Orien-tierungspunktwerte sollen 2011 und 2012 bei 3,5048 Cent stabil bleiben. Zudem soll es der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband in diesem Zeitraum nicht gestattet sein, Kostenentwicklungen in den Praxen bei neuen Vergütungsvereinbarungen zu berücksichtigen. Darüber hinaus sollen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Mitgliedern künftig weniger Zusatzangebote und Wahltarife anbieten können. Wahltarife mit Selbstbehalt und Kostenerstattung sollen jedoch weiterhin möglich sein. Außerdem soll der Wechsel in die private Krankenversicherung wieder leichter sein. Wer ein Jahr lang monatlich mindestens 4162,50 Euro verdient hat, kann sich privat versichern. Derzeit gilt eine Drei-Jahres-Frist. |





