Vertragsärzte arbeiten im Schnitt zehn Stunden pro TagDie durchschnittliche Arbeitszeit von niedergelassenen Vertragsärzten liegt seit zehn Jahren deutlich über zehn Stunden pro Werktag. Und das, obwohl mehr als ein Drittel der Vertragsärzte in den vergangenen drei Jahren ihre Praxisöffnungszeiten eingeschränkt haben.Das hat eine Studie der Brendan-Schmittmann-Stiftung ergeben. In der Studie mit dem Titel „Der Umfang der vertragsärztlichen Arbeitszeit unter Beachtung des Arzt-Patient-Verhältnisses“ werden die Ergebnisse von schriftlichen Befragungen von Vertragsärzten aus den Jahren 1996, 2002, 2004 und 2007 gegenübergestellt. Nach Angaben der Ärzte entfallen nur etwa 64 Prozent ihrer Arbeitszeit auf die Behandlung von Patienten. Etwa zwölf Prozent der Arbeitszeit werden für Arztbriefe und Gutachten benötigt, neun Prozent entfallen auf Fort- und Weiterbildung, acht Prozent auf die Abrechnung und sieben Prozent auf Besprechungen mit dem Praxisteam. Über 97 Prozent der befragten Vertragsärzte empfinden die mit der ärztlichen Tätigkeit verbundene zunehmende Bürokratie als Belastung. Und immer mehr Ärzte haben deshalb auch das Gefühl, zu wenig Zeit für die Patienten zu haben. Während 1996 dieser Anteil noch 54 Prozent betrug, ist er 2007 auf über 70 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt werden von den Vertragsärzten täglich fast 56 Patienten behandelt. Auch daran hat sich in den vergangenen zehn Jahren nicht allzu viel geändert. |





