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Ein altes Thema kocht wieder hoch: Lantus und Krebs

Das angebliche Krebsrisiko unter Lantus ist erneut im Gespräch: Nach einer schwedischen Beobachtungsstudie mit rund 23 000 Patientinnen, deren Daten gerade bei einem Brustkrebs-Kongress in San Antonio präsentiert wurden, geht die Therapie mit dem Insulinanalogon angeblich mit einem mehr als zweifach erhöhten Brustkrebs-Risiko einher.

Darüber hinaus bestätigte die Studie von Dr. Hakan Olsson (Universität von Lund), dass übergewichtige Frauen und Diabetikerinnen überdurchschnittlich häufig an dem Tumor erkranken. Laut Lantus-Hersteller Sanofi hat die Studie mit einer Beobachtungszeit von bis zu zehn Jahren allerdings methodische Mängel, so dass ihre Aussagekraft erheblich eingeschränkt sei.

So hätten von den über 23 000 Frauen nur knapp 2800 ein Mamma-Karzinom entwickelt, nur ein Teil sei mit Lantus behandelt worden. Die Studie sei demzufolge für solide Ergebnisse viel zu klein. Olsson selbst betonte, dass die Datenlage noch zu unsicher sei, um definitive Schlussfolgerungen ziehen zu können.

Mehr Klarheit könnten Daten eines umfangreichen Studien-Programmes (Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark und Schottland) liefern, mit dem Sanofi vor zwei Jahren begann, nachdem aufgrund mehrerer, allerdings sehr umstrittener Studien der Verdacht geäußert wurde, das Insulinanalogon könne karzinogen sein. Diese Daten würden noch in diesem Jahr den verantwortlichen Behörden vorgelegt werden. Zudem sollen Anfang nächsten Jahres Daten aus den USA und etwas später weitere europäischen Daten veröffentlicht werden.

Laut Sanofi sollen außerdem morgen - auf dem Welt-Diabetes-Kongress in Dubai - Studien-Resultate vorgestellt werden, nach denen es keine Belege für eine kanzerogene Wirkung von Lantus gebe.

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