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"Früherkennung rettet tausende Leben"

Kaufmännische Krankenkasse prämiert in Dresden medizinische Innovationen

(ots) Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH)verlieh zum vierten Mal den KKH-Innovationspreis. Im Rahmen des Kongresses "Versorgungsforschung und Prävention" im Dresdner Hygiene-Museum prämierte die KKH herausragende und zukunftsweisende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Früherkennung und Prävention.

Der mit 12.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an den Biophysiker Dr.
Roland Reinhardt von der apoplex medical technologies GmbH aus Pirmasens. Er entwickelte zusammen mit seinen Kollegen ein Schlaganfall-Frühwarnsystem - das so genannte "SRA-Verfahren".

Diese Screening-Technik identifiziert bisher unerkannte Fälle von nur gelegentlich auftretendem Vorhofflimmern, einem der gefährlichsten Risikofaktoren für Schlaganfall. Neu an diesem Verfahren ist, dass es - im Gegensatz zu anderen
Untersuchungsmethoden - gefährdete Patienten auch dann erkennt, wenn
deren Vorhof zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht flimmert. "Die
Erkrankung wird häufig nicht erkannt. Wir schätzen die Dunkelziffer
allein in Deutschland auf 300.000 Patienten", erklärt Dr. Reinhardt.
Dabei ist die Erkrankung effektiv zu therapieren. Bei rechtzeitiger
Behandlung sinkt das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, von 24
auf rund 7 Prozent.

"Die ausgefeilte Technik, das einfache Handling und die rasche
Datenauswertung des Schlaganfall-Frühwarnsystems haben uns überzeugt", sagte Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH,
in Dresden. In Deutschland erleiden pro Stunde 22 Menschen
einen Schlaganfall. Rund 100 niedergelassene Ärzte arbeiten in
Deutschland bereits mit dem prämierten System.

Den mit 8.000 Euro dotierten zweiten Preis erhielt Prof. Dr. Ralf
Lichtinghagen vom Institut für Klinische Chemie an der Medizinischen
Hochschule Hannover. Mit einem von Prof. Lichtinghagen entwickelten
Test lassen sich Überdosierungen von Arzneimitteln bei psychisch
erkrankten Menschen vermeiden und Nebenwirkungen reduzieren.

Der dritte Träger des diesjährigen Innovationspreises ist Prof.
Dr. Peter Schneider von der Klinik für Nuklearmedizin an der Universität Würzburg. Er entwickelte ein Testgerät für die neuromuskuläre Leistungsfähigkeit. Dieses kann Ärzten zum Beispiel Aufschluss über das Sturzrisiko von Patienten mit einer Osteoporose geben. Dafür erhält Prof. Schneider ein Preisgeld von 4.000 Euro.

Die Entwicklung eines Bluttests zur Früherkennung von Lungenkrebs brachte Dr. Thomas Zander vom Centrum für Integrierte Onkologie an der Universitätsklinik Köln den Sonderpreis von 2.000 Euro ein. Durch
diesen neuen Test kann eine Lungenkrebserkrankung leichter in einem noch heilbaren Stadium erkannt werden.

"Die Kaufmännische Krankenkasse engagiert sich in besonderem Maße
für die Forschung in den Bereichen Früherkennung und Prävention, weil
durch frühzeitige Vorbeugemaßnahmen und durch die frühe Diagnose von
Krankheiten jährlich tausende Leben gerettet werden können", erklärte
KKH-Chef Kailuweit auf dem Dresdner Präventionskongress.

Der KKH-Innovationspreis wird alle zwei Jahre für herausragende Forschungsarbeiten verliehen und ist mit insgesamt 24.000 Euro dotiert. Über die Preisvergabe entschieden in diesem Jahr elf Juroren, allesamt ausgewiesene Experten aus dem Gesundheitswesen.

http://www.kkh.de

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