Sitagliptin ist ein neues orales Antidiabetikum von MSD mit dem Handelsnamen JANUVIA®.(Kongressberichterstattung - erste Informationen im März 2007)Sitagliptin wird voraussichtlich der erste Vertreter von MSD in der neuen Klasse der Dipeptidyl-Peptidase (DPP)-4-Inhibitoren zur oralen Therapie des Typ-2-Diabetes sein.• Sitagliptin ist ein neues orales Antidiabetikum von MSD mit dem Handelsnamen JANUVIA®. • Sitagliptin wird voraussichtlich der erste Vertreter von MSD in der neuen Klasse der Dipeptidyl-Peptidase (DPP)-4-Inhibitoren zur oralen Therapie des Typ-2-Diabetes sein. • Aufgrund der glukoseabhängigen Wirkung muss die Dosis von Sitagliptin nicht an die Höhe des Blutzuckerspiegels angepasst werden. Sitagliptin wird nur einmal täglich als Tablette mit 100 mg Wirkstoffmenge eingenommen. Wirksamkeit: • In klinischen Studien zur Monotherapie und zur Kombinationstherapie gemeinsam mit üblichen oralen Antidiabetika senkte JANUVIA® signifikant den Blutzuckerspiegel. • Die durchschnittliche Absenkung der HbA1c-Werte unter Therapie mit JANUVIA® war umso stärker, je höher der HbA1c-Ausgangswert lag. Bei einem HbA1c-Ausgangswert ≥ 9% kam es in drei Studien zur Monotherapie zu einer Absenkung um 1,2-1,5%. • In Phase-III-Studien zur Monotherapie mit JANUVIA® wurden Surrogatparameter bezüglich der Betazellfunktion verbessert. Eine stetig abnehmende Betazellfunktion ist für die Manifestation und den progredienten Verlauf des Typ-2-Diabetes verantwortlich. Verträglichkeit: • Die Verträglichkeit von Sitagliptin war in den klinischen Studien ähnlich wie die von Placebo. • Die Hypoglykämierate lag auf Placeboniveau. • Sitagliptin kann zur Reduzierung der Kalorienaufnahme bei Typ-2-Diabetikern beitragen, da die Nährstoffaufnahme durch eine verzögerte Magenentleerung verlangsamt und der Appetit gebremst wird. • In klinischen Studien war Sitagliptin gewichtsneutral. Es kam durchschnittlich zu keinem Anstieg des Körpergewichts im Vergleich zum Ausgangswert. Wirkmechanismus: • Der Wirkstoff Sitagliptin hemmt das Inkretin abbauende Enzym Dipeptidyl-Peptidase-4 (DPP-4). Dieses Enzym ist für den schnellen Abbau körpereigener Inkretine verantwortlich, deren Halbwertzeit nur wenige Minuten beträgt. Durch DPP-4-Hemmung können die nach einer Nahrungsaufnahme im Darm ge-bildeten Inkretine ihre physiologische blutzuckerregulierende Wirkung länger entfalten. • Bei steigendem Blutzuckerspiegel stimulieren die Inkretine GLP-1(Glucagon-like-Peptid-1)und GIP(Glucose-dependent insulinotropic peptide) die Insulinproduktion in den Betazellen des Pankreas, hemmen die Glukagonfreisetzung aus den Alphazellen und drosseln die Glukoseproduktion in der Leber. • Die Beobachtung, dass es nach oraler Glukoseaufnahme zu einer stärkeren Insulinfreisetzung kommt als nach einer intravenösen Gabe der gleichen Glukosemenge, wird als Inkretin-Effekt bezeichnet. • Bei Typ-2-Diabetes ist der Inkretin-Effekt vermindert. Sitagliptin verstärkt die Inkretin-Wirkung. • Sitagliptin erhöht nur dann den Inkretinspiegel und in der Folge den Insulinspiegel, wenn die Inkretinhormone nach der Aufnahme von Kohlenhydraten ausgeschüttet werden.Das erklärt vermutlich die beobachtete Rate von Hypoglykämien unter der Substanz in klinischen Studien auf Placeboniveau. Weitere Informationen: Ärzte, Apotheker, Patienten und andere Interessierte erreichen MSD SHARP & DOHME GMBH unter Tel: 0800-673 673 673; Fax: 0800-673 673 329; E-Mail: infocenter@msd.de; Internet: www.msd.de, www.univadis.de. |




