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Metabolisches Syndrom beim älteren Mann

Testosteron als Antidiabetikum ?

Die Substitution mit Testosteron kann bei Männern mit Mangelsymptomatik zwar den Nüchtern-Blutzucker und die Insulinresistenz verbessern. Dies rechtfertigt jedoch gegenwärtig nicht den Einsatz des Hormons als Antidiabetikum, um Männern mit metabolischem Syndrom das Abnehmen zu erleichtern, erklärte Professor Christof Schöfl aus Erlangen überzeugt.

Wenn ein Hypogonadismus vorliegt, ist unabhängig vom metabolischen Syndrom eine Testosterongabe möglich und angezeigt, wenn der Patient über entsprechende Symptome klagt. „Es ist zu erwarten, dass sich unter der Hormontherapie dann auch die metabolischen Parameter bessern. Ob sich dadurch auch das Körpergewicht reduziert, ist fraglich – aber es kommt sicher zu einer positiv veränderten Körperzusammensetzung mit einer Zunahme an Muskelmasse und einem verminderten Fettanteil in der Taille.“
Der höchste Nutzen ist bei Männern mit niedrigen Testosteronwerten zu erwarten, so Schöfl weiter. Bei grenzwertigen Testosteronwerten dagegen ist der Effekt schwach ausgeprägt: Es besteht zwar eine Dosis-Wirkungsbeziehung bei der Muskelmasse, die bei physiologischen Spiegeln noch kein Plateau erreicht, während bei der „Fetteinschmelzung“ offensichtlich bereits der maximale Effekt erzielt wird. „Aber Bodybuilding ist nicht Aufgabe des Endokrinologen – wir sollten den Einsatz von Testosteron nur dann in Betracht ziehen, wenn tatsächlich ein symptomatischer Hypogonadismus vorliegt.“

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